Watch Dogs auf der Gamescom 2013

Vorbei ist die Gamescom, was bleibt ist ein geteilter Eindruck von Watch Dogs. Unser Team konnte sich erfolgreich durch die Schlange kämpfen und einen Blick auf Watch Dogs erhaschen. Ein Blick, zwei Ansichten.

Juppis Eindruck

Aiden Pearce begrüßte persönlich am Stand von Watch Dogs und ließ sich auch begeistert zu Fotos animieren. Nachdem ich die Schlange hinter mir gelassen hatte und endlich Eintritt in die "heiligen Hallen" bekam, wurde eine Vorführung live demonstriert. Das Spiel hat alles, was wir bislang in den Trailern sehen durften. Hackbare Objekte werden offen dargestellt, sobald wir den nächstgelegenen Stützpunkt von ctOS geknackt haben, erlischt auch das rote Kreuz über den Köpfen der Bürger und die Daten liegen frei. Noch sind einige Wochen bis zum offiziellen Launch, das konnte man teilweise sehen. Die Verfolgungsjagd eines Gangsters endete am Flussufer, wo der Gegner in einer Wand verschwand und leider nicht mehr zu erreichen war. Es handelt sich nur um Kleinigkeiten, die es bis zum Launch auszumerzen gilt. Ansonsten läuft Watch Dogs sehr flüssig, die Bewegungsabläufe wirken realistisch und geschmeidig.
Im Anschluss dann das eigentliche Highlight: Die Companion App selbst einmal zur Verfolgung nutzen. Der Spielmodus hat es in sich, wie bei Google Maps sieht man die Stadt von oben aus der Vogelperspektive. Wieder einmal sehen wir hackbare Objekte: Gasleitungen die bersten können, versenkbare Straßensperren in der Fahrbahn und Ampeln sollen den Gegner an der Konsole von der Erfüllung seines Auftrages abhalten. Eine Straßensperre liegt direkt auf seiner Route, ich aktiviere den Hack. Das Feedback kommt innerhalb von einer Sekunde auf die Konsole und reißt das Auto förmlich auseinander. Ich setze Punkte auf der Karte um Polizeistreifen und den Hubschrauber auf der Karte zu navigieren. Mittlerweile hat er wieder ein neues Auto und setzt seine Flucht fort. Die Zeit läuft herunter und es verbleiben noch zwei Checkpunkte. Das wird knapp!
Auf dem Tablet dann die Meldung "Verbindung verloren". Wieder ein kleiner Fehler, der sich auf die schlechte Verbindung in den Messehallen zurückführen lässt. Wir einigen uns auf ein Unentschieden und ich bin wieder etwas gespannter auf meinen persönlichen AAA-Titel 2013.

Im Großen und Ganzen bringt Watch Dogs sicherlich nicht weniger, als uns bislang versprochen wurde. Die kleinen Kinderkrankheiten sind verzeihbar und werden bis zum Launch im November größtenteils verschwunden sein. Die Vorfreude scheint berechtigt und wird sich sicherlich auch auf die heimische Konsole übertragen lassen.

Shirakawas Eindruck

Nach dem Trubel um Watch Dogs sind Informationen zum Titel rar gesät. Da kam es ganz recht, dass wir uns auf der GamesCom durch die Massen quetschten und endlich unseren Controller in die Hand nehmen konnten um Watch Dogs anzutesten. Zumindest in der Theorie war es schmackhaft, in der Praxis gab es die Companion App. Man reiche mir ein Smartphone und lässt mich eine Verbindung zum Spiel aufnehmen, den Spieler herausfordern und ab geht die Post. Spannend ist das Konzept um die App schon, die Idee eine Verfolgungsjagd zu starten und den Freund zum schwitzen zu bringen. Allerdings nur dann, wenn man sein Scheitern mit breitem Grinsen auf dem Fernseher betrachtet. Die Idee die App im Zug zu benutzen, ist auch nicht schlecht, aber könnte auf die Dauer an Attraktivität verlieren, da man seinen Kollegen nicht dabei zu sieht. Nichtsdestotrotz war der erste Eindruck von Watch Dogs gut, leider nicht so herausragend, wie diverse Trailer es vermuten ließen. Etwas Tearing, auch kleinere Texturfehler gab es bei der Version, sowie einige Bugs der KI. Dennoch waren die Effekte, wenn die Karre gegen eine Barriere hochgestellter Poller krachte oder in ein Verkehrschaos raste, gelungen, der Sound ist knackig und die Umwelt so lebendig, wie es in einer virtuellen Welt nur möglich ist. Besonderes Augenmerk hatte ich auf die NPC's gerichtet, auf die Gesichter, die sich doch unterschieden und gut detailliert waren.

Ernüchterung machte sich allerdings breit, als der Schar von Spielern die Demo vorgesellt wurde, denn die war ein alter Hut. In sofern gab es auch hier nichts Neues zu sehen. Mein Fazit? Vielleicht etwas kritisch betrachtet, aber Ubisoft sollte langsam etwas mehr zeigen als in Interviews gebetsmühlenartig zu wiederholen, wie gut die Wassereffekte sind und wie gut die neue Generation das Spiel unterstützt. Dass Watch Dogs einiges an Tempo verspricht, eine glaubhafte Welt rüberbringt, kann ich bestätigen, doch was die Abwechslung angeht, hüllte sich auch diese Präsentation in Schweigen. Wir werden sehen.

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