Watch Dogs - Review Fazit PS4

Review PS4 Version von Aster1

Auf der E3 2012 überraschte Ubisoft mit etwas Neuem. Obwohl ich ein großer Fan des Assassin's Creed Franchise bin, war ich froh, das Ubisoft etwas Neues wagen wollte. Nach einer sehr langen Wartezeit und vielen Gerüchten und Problemen erschien Watch Dogs endlich am 27.05.2014. Jedoch trat ein Symptom auf, das sich auf die lange Wartezeit zurückverfolgen lässt: Die Vorfreude fiel zwischendurch. Dies war jedoch nur kurze Zeit so: Als immer mehr Informationen erschienen und auch endlich der Release-Termin enthüllt wurde, stieg die Freude auf Watch Dogs wieder. Selbst negative Schlagzeilen konnten die Vorfreude nicht mehr senken.

Um etwas klarzustellen: Die Grafik der PS4 ist ausreichend und ist auf keinen Fall schlecht. Dennoch ist es schade, das Watch Dogs nicht die selbe Qualität der E3 Demo liefern konnte.

Und dann kam die Post mit Watch Dogs. Doch im Gegensatz zu manch anderen Leuten habe ich nicht sofort angefangen, es zu spielen. Ich wollte so entspannt wie möglich mit Watch Dogs anfangen. Der Anfang war in Ordnung, und ausreichend um die wichtigsten Spielelemente zu erklären. Nach den ersten Missionen schaute ich mich wie vermutlich jeder andere Spiele in Chicago um: Der Umfang war gigantisch. Schon fast zu umfangreich. Ich fragte mich, wann ich die Zeit finden sollte, all diese Aufgaben und Nebenaktivitäten abzuschließen. Es überkam mich ein Gefühl, als ob der Umfang des Spiels mich erdrückt.

Trotz des Umfangs befasste ich mich erst ein mal nur mit Nebenaktivitäten wie z.B. Verbrecher stellen oder diverse Privatsphären-Einbrüche. Die Online-Invasion habe ich kurz vor Spielstart deaktiviert, da ich erst den Einzelspieler ohne Störung spielen wollte. Die Online-Features habe ich erst nach Spielende (Story) aktiviert. Vom Gameplay erinnert Watch Dogs leicht an Assassin's Creed mit einer Prise Mass Effect 3 & Splinter Cell. Nach einiger Spielzeit hat man sich an den Stil gewöhnt, ob ich mich öfters dabei ertappt habe, das ich zu leichtsinnig war. Und so kommen wir zum nächsten Punkt: Der Schwierigkeitsgrad. Er ist erfrischen fordernd. Manche mögen mir widersprechen, aber ich empfand das Spiel an vielen Stellen als herausfordernd. Oft war es schwierig, einfach durch die Gegner zu rennen. Deswegen bevorzugte ich auch hauptsächlich Stealth, was in Watch Dogs unglaublich Spaß macht und befriedigend ist. Obwohl manche Stellen mich aufgeregt haben, war es meistens einfach meine Schuld. Nach ein paar Versuchen tüftelt man an einer optimalen Strategie, die bei Erfolg mehr als ein befriedigendes Gefühl hervorruft.

Den Online-Modus habe ich nach Storyende gespielt, und kann sagen: Ja, er macht Spaß. Jedoch wird er nach längerer Zeit etwas frustrierend. Allerdings macht es immer wieder Spaß, andere Spieler zu ärgern. Manche Situationen die dabei entstehen sind einfach sehr unterhaltsam. Der Multiplayer von Watch Dogs hat somit seinen eigenen Charme.

Bevor ich zur Auflistung komme, muss ich noch einen persönlichen Kritikpunkt äußern: Die Masse an DLC. Ich habe noch nicht alle zusätzlichen Missionen gespielt, jedoch kamen mir manche Missionen recht uninspiriert vor. Manche hingegen haben mir sehr viel Spaß bereitet. Ich bin jedenfalls gespannt auf den T-Bone DLC, der allerdings noch keinen Termin hat.

Abschließend kann ich sagen, das Watch Dogs mir viel Spaß bereitet hat, und auch noch viel Spaß macht. Derzeit bin ich bei 67,6% Fortschritt, und ich peile mit Freude die 100% an.

Positiv:
- Interessante Story,
- Umfangreiche Spielwelt,
- Hoher Wiedererkennungswert
- Durchdachtes Leveldesign (cTOS Türme)
- Ein lebendiges Chicago
- Großartige Inszenierung

Negativ:
… die allerdings erst ab der Hälfte Fahrt aufnimmt.
… die jedoch etwas zu Umfangreich und überfordernd sein kann.
- Nur 1 Spielstand möglich
- Multiplayer kann unter Umständen frustrieren
- Kleinere Framerate-Einbrüche
- Relativ lange Ladezeit

Wertung (PS4):

Grafik: 89%
Gameplay: 85%
Story: 80%
Sound: 96%

Gesamtwertung: 87%

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