Watch Dogs - Review Fazit Xbox One

Review Xbox One von Selmak

E3 2012. Ubisoft packt am Ende der Pressekonferenz ihren Knaller aus. Watch Dogs zeigt eindrucksvoll, was die nächste Generation leisten kann. Eine Verschiebung, mehrere Gerüchte um Grafik-Downgrades und zwei Jahre später ist Watch Dogs da.

Eins Vorweg: Das was ich erwartet habe, habe ich bekommen und wurde somit nicht enttäuscht. Doch auch um Kritik komme ich nicht herum. Die Grafik lasse ich außen vor und beschränke dieses Thema ausschließlich auf die prozentuale Wertung, da auf diesem Thema bereits genug herum gehackt wurde.
Watch Dogs lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Der neue Held von Ubisoft Aiden Pearce wurde toll in Szene gesetzt. Allerdings kommt er in der Story nicht gut weg. Er wirkt manchmal zu emotionslos und manchmal reagiert er übertrieben. Generell finde ich die Story am Anfang zu flach. Allerdings reißt sie das Ruder in der zweiten Hälfte rum und zeigt was erzählerisch geleistet werden kann. Ein paar coole Sprüche, einprägsame One-Liner und alles passiert Schlag auf Schlag. Davon hätte ich mir mehr gewünscht. Vorallem das Finale ist mir hier im Gedächtnis geblieben.

(welches die Geburt eines neuen Helden einprägsam einleutet)

Das Gameplay ist, genauso wie die Kampagne, ein zweischneidiges Schwert. Die Steuerung, die Hackingfähigkeiten und das Drumherum funktioniert schlicht tadellos. Alleine die Fahrphysik mancher Autos, speziell der Sportwagen könnte besser sein. Auch lobenswert möchte ich erwähnen das Ubisoft Aiden nicht zum Rambo mutieren lassen hat, der alles weg mäht, was ihm im Weg steht. Vielmehr kommt es auf ein gutes Zusammenspiel zwischen Hacking, Schleichen und Waffengewalt an, was ich durchaus realistisch und sinnvoll finde.

Kommen wir zum großen Manko wie ich finde: Die Nebenmissionen. Ich meine damit nicht Alle. Vorallem die Digital Trips sind kurzweilig und lockern das ernste Spiel angenehm auf. Ich meine hier die Verbrecher-Konvois, Gang-Verstecke und Fixer-Aufträge. Diese sind am Anfang noch sehr spaßig, nutzen sich aber schnell ab. Auch die Sammelmissionen, in denen man Mordopfer sucht und Menschenhändler dingfest macht, bauen sich spannend auf, verkommen im Finale der genannten Missionen aber zu den bekannten Nebentätigkeiten. Eine ordentliche Präsentation und eine etwas besondere Mission hätte Watch Dogs hier gut getan.

Kommen wir zum letzten Punkt. Der Online-Modus. Dieser ist spaßig und bietet für ein Open-World Spiel erstaunlich viel Abwechslung. Vor allem die Beschattungsmissionen machen Laune und spielen mit dem interessantem Gameplay von Watch Dogs.

Persönlich habe ich noch eine Anmerkung: Zum Spiel habe ich alles gesagt, doch muss ich Ubisoft noch ein Lob aussprechen. Zum Start von Watch Dogs habe ich mir die DedSec-Edition und Vigilante-Edition vorbestellt dir ihren Preis absolut rechtfertigen. In der letzteren liegt neben einer Kopie des Spiels auch der Soundtrack, die unverkennbare Mütze und das ikonische Mundtuch bei. Außerordentlich gute Qualität, dich ich nicht erwartet hätte. Die DedSec-Edition Bieten diese Accessoires nicht, kommt dafür aber mit schickem Artbook, Ansteck-Buttons, Steelbook, Virtuel Reality Cards und einer der besten Figuren, die ich mein Eigen nenne: Der 23cm große Aiden Pearce.

Was bleibt am Ende? Man merkt Watch Dogs kommt aus dem Hause Ubisoft und guckt sich doch einiges von der Assassins Creed Reihe ab. Ist das Schlecht? Nein! Watch Dogs macht Spaß und ich bin guter Dinge das Ubisoft sich die Kritik zu Herzen nimmt und aus ihren (wenigen) Fehlern lernt. Mir bleibt nur zu sagen, das ich viel Spaß in Chicago hatte und mich auf das nächste Abenteuer von Aiden Pearce riesig freue. Bis dahin erinnere ich mich gerne daran, wie ich während eine Verfolgunsjagd zu Fuß über einen Polizeiwagen hechte und den Flüchtigen fasse oder mit gekonnten und schnellen Manövern ein Gangversteck meistere un dmich dabei fühle wie der Bad-Ass Held schlecht hin. Denn dies sind für mich die Wichtigen und besten Moment dieses Titels. Das ist Watch Dogs.

Positiv:

- Einprägsame Charaktere
- Flut an Nebenmissionen
- tolle Animationen
- grandiose Wettereffekte
- Hacking sehr variantenreich
- Multilingual
- denkwürdige Spielmomente

Negativ:

- Aiden Pearce manchmal emotionslos und blass
- erste Hälfte der Story sehr langatmig
- Songauswahl nur mittelmäßig
- Keine Sprungoption
- Kaum Blut, für so einen ab 18 Titel schade (schließe mich da vandit an)
- vielerorts verschenktes Potential
- öde Finalmissionen der Nebenbeschäftigungen

Wertung:
Grafik: 91%
Gameplay: 87%
Story: 82%
Sound: 90%

Gesamtwertung: 87%

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